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P L A C E M A T - Das "Schweizermesser" des kooperativen Lernens

taschenmesser.gif © Archiv
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Ein "Klassiker" des kooperativen Lernens ist die so genannte "Placemat"-Methode.
("Placemat" bedeutet so viel wie Platzdeckchen.)

Die Methode ist in allen Fächern und Altersgruppen sowie vielen pädagogischen Kontexten variabel einsetzbar und gilt als besonders wirksam in der Stimulierung kognitiver Aktivität von Schülerinnen und Schülern, da die Lernenden erst allein nachdenken und ldeen/Antworten aufschreiben, bevor sie dann in einer zweiten Phase mit anderen zusammen Ideen austauschen, dabei strukturieren und möglicherweise weiterentwickeln. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, zunächst allein � ohne den Druck der Gruppenkommunikation � Antworten auf eine Fragestellung zu suchen.


Der Ablauf der Placemat-Methode

placemat1.gif © Archiv
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  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in Gruppen - vorzugsweise Vierergruppen zusammen.
  • Jede Gruppe erhält einen großen Bogen Papier (A3 oder größer) und zeichnet sich eine "Placemat".
  • Jede(r) der Schülerinnen und Schüler hat im Außenbereich des Blattes ein eigenes Feld.
  • In diesem Feld notiert jedes Gruppenmitglied seine eigenen Gedanken zur Aufgabenstellung der Lehrerin.
  • Jedes Gruppenmitglied unterschreibt seine eigenen Notizen
  • Nach dieser Einzelarbeit tauschen die Schülerinnen und Schüler in einer zweiten Phase in der Gruppe ihre individuellen Antworten bzw. Ideen aus, indem das Blatt gedreht wird, so dass alle Gruppenmitglieder alle Notizen zur Kenntnis nehmen können.
  • In einer dritten Phase diskutieren die Gruppenmitglieder die Notizen und einigen sich auf Antworten und Ergebnisse, die sie als gemeinsames Ergebnis in das mittlere Feld eintragen.
  • Alle Gruppenmitglieder unterzeichnen das Gruppenergebnis im Zentralfeld.
  • Zum Schluss präsentiert jede der Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor der Klasse.

Wie groß sollten die Gruppen sein?
Vorzugsweise sollten die Gruppen aus 4 SchülerInnen bestehen, aber die Methode funktioniert auch mit Dreier- oder Fünfergruppen.
Noch größer allerdings sollten die Gruppen nicht sein, da bei größeren Gruppen zum einen der Zeitaufwand deutlich höher ist, zum anderen die Gefahr wächst, dass einzelne SchülerInnen sich aus der Diskussion zurückziehen.

Einsatzmöglichkeiten

placemat.gif © Archiv
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  • Kontakt-Aktivität: Die Gruppenmitglieder finden eine gemeinsame Position ihrer Gruppe zu einer vom Lehrer gegebenen These.
  • Einstieg in ein Thema: Die Gruppenmitglieder reaktivieren ihr Alltagswissen zu einem neuen Thema des Unterrichtes.
  • Bearbeitung eines Themas: Die Gruppenmitglieder tragen die Teilarbeitsergebnisse der einzelnen Mitglieder zusammen.
  • Lernkontrolle: Die Gruppenmitglieder bereiten sich gegenseitig auf eine Klassenarbeit vor (Eigene Aufgaben entwickeln, Übungsaufgaben gemeinsam bewältigen).

Die Lehrerin kann die Placemats auch als ausführliche Informationsquelle über Mitarbeit und Leistungsfähigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler nutzen, wenn sie die Bögen am Ende der Arbeit einsammelt und auswertet.

Beispiele für Einsatzmöglichkeiten
  1. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, Ideen zu sammeln, was eine Kommune tun kann um die Integration von Bürgerinnen und Bürgern, die aus dem Ausland zugewandert sind, zu verbessern.
  2. Die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche Eigenschaften ein Klassensprecher haben sollte.
  3. Die Schülerinnen und Schüler äußern Mutmaßungen über den Fortgang einer Lektüre im Deutschunterricht.
  4. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Ideen für Aufgaben der nächsten Mathematikarbeit.
  5. Die Schülerinnen und Schüler formulieren Bewertungskriterien für Schülerreferate.
  6. Die Schülerinnen und Schüler nennen die wichtigsten Erkenntnisse, die sie im Laufe einer Unterrichtsreihe gewonnen haben.
  7. Wie haben Sie diese Methode genutzt?



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Wie haben Sie diese Methode genutzt?
Autor: Peter Blomert
05.02.06 , 00:10
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